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Newsletter
Nr. 1/2026

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Liebe Leser*innen,

wer in Deutschland über Erwerbs- und Sorgearbeit spricht, kommt an den Zahlen nicht vorbei. Sie zeigen, wie bezahlte Arbeit und Sorgeverantwortung tatsächlich im Alltag verteilt sind. Und sie werfen eine unbequeme Frage auf: Warum verändert sich so wenig, obwohl wir so viel wissen?

Ein Beispiel von vielen, das aufseufzen lässt: Frauen, die in Teilzeit arbeiten, sind oft zu erschöpft, um sich nach der Arbeit noch um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern – deutlich häufiger als Männer in Vollzeit. Frauen leisten zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit durchschnittlich 1 Stunde und 16 Minuten mehr Sorgearbeit pro Tag als Männer, bei Müttern sind es gut 2 Stunden mehr als bei Vätern. Private oder familiäre Angelegenheiten: Das ist unbezahlte Care-Arbeit, das sind To-Do-Listen, die sich nicht in Luft auflösen, wenn frau sie aus Zeitmangel und Erschöpfung nicht abarbeiten kann, das ist Mental Load, der nie Pause macht.

Das ist ganz klar ungerecht. Sorgearbeit muss zwingend umverteilt werden. Männer müssen mehr davon übernehmen. Dieses Jahr wird sich das Bündnis Sorgearbeit fair teilen direkt an Männer wenden. Und an Arbeitgeber, die gut damit fahren, männliche und weibliche Mitarbeitende als grundsätzlich Sorgeverantwortliche einzuplanen. Stay tuned!

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter an andere Interessierte weiterleiten. Die Anmeldung erfolgt mit wenigen Klicks auf unserer Website. Folgen Sie uns auch auf Instagram und LinkedIn und teilen Sie gerne unsere Inhalte!

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Team der Koordinierungsstelle des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen


Aus der Bündnisarbeit


BEITRAg

„Lifestyle-Teilzeit“: Bündnis widerspricht verkürzter Debatte

Die aktuelle Diskussion um „Lifestyle-Teilzeit“ verkennt zentrale Zusammenhänge, denn viele Beschäftigte arbeiten nicht freiwillig in Teilzeit. 
Rund die Hälfte der erwerbstätigen Mütter mit kleinen Kindern würden ihre Arbeitszeit gerne erhöhen, wenn die Rahmenbedingungen besser wären.



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VERÖFFENTLICHUNG

Factsheet-Reihe „Sorgearbeit“: Zahlen, Fakten, Argumentationshilfen

Leichter zugänglich und schneller erfassbar: Die Factsheet-Reihe mit vielen Grafiken und prägnanten Texten wird nicht mehr ausschließlich als PDF-Download angeboten, sondern ist nun auch direkt auf der Website übersichtlich aufbereitet.



Aus Wissenschaft und Forschung


STUDIE

Paritätischer Gesamtverband: Armut in der häuslichen Pflege

„In der häuslichen Pflege […] stellt sich die Situation Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen als große Blackbox dar, weil die amtliche Datenlage/Sozialhilfestatistik diesen Bereich überwiegend unterbelichtet lässt.“ 




STUDIE

WSI: Frauen in Teilzeit sind erschöpfter als Männer in Vollzeit

Erwerbstätige Frauen in Deutschland sind deutlich häufiger nach der Arbeit zu erschöpft für private oder familiäre Aufgaben als Männer. Etwa jede zweite Frau ist betroffen, bei Männern nur gut ein Drittel.




STUDIE

IAB: Normvorstellungen zu externer Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit von Müttern

Befragte im Alter von 18 bis 60 Jahren halten eine externe, regelmäßige Kinderbetreuung für einige Stunden täglich ab einem durchschnittlichen Kindesalter von zwei Jahren und vier Monaten für angemessen.




STUDIE

Wie wirtschaftlich eigenständig fühlen sich Frauen und Männer in Deutschland?

Fast alle Menschen streben wirtschaftliche Eigenständigkeit an – doch nur etwa jede*r Zweite erreicht dieses Ziel. Besonders selten gelingt dies Frauen mit kleinen Kindern, Alleinerziehenden und Geringverdienenden – oft wegen Teilzeit und niedrigem Einkommen.




STUDIE

Bertelsmann Stiftung: Mehr Erwerbsarbeit lohnt sich oft nicht

Rund 50 % der teilzeitbeschäftigten verheirateten Frauen zwischen 45 und 66 Jahren geben an, dass es sich für sie finanziell nicht lohnt, ihre Arbeitszeit zu erhöhen.  



Aus den Mitgliedsorganisationen


BERICHT

BPW Germany: Rückblick Equal Pay Day Soirée 2026

Wie gelingt echte Gleichstellung – vor Ort und gemeinsam mit Männern? Die Equal Pay Day Soirée in Berlin brachte Politik, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen, um Hürden und neue Wege zu diskutieren. Ein Abend voller Impulse und Perspektiven hin zur Entgeltgleichheit.




Veranstaltung

DGB: Familienpolitische Fachtagung

Am 9. Juni 2026 lädt das DGB-Projekt „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten“ gemeinsam mit dem DGB-Bundesvorstand zur familienpolitischen Fachtagung „Vereinbarkeit gestalten – Fachkräfte sichern“ nach Berlin ein. 




VERANSTALTUNG

eaf: „Mental Load und Equal Care: Familien stärken – Überlastung reduzieren, Partnerschaft im Blick behalten“ 

Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) lädt am 10. Juni 2026 ab 19.00 Uhr zu einer digitalen Veranstaltung mit Diplom-Pädagogin, Autorin und Familienbegleiterin Susanne Mierau ein.




Veranstaltung

Frauenwerk der Nordkirche: Veranstaltungsreihe "CARE-Arbeit unter der Lupe"

Zwischen dem 19. Mai und dem 18. Juni 2026 finden elf Veranstaltungen rund um das Thema Sorgearbeit statt – digital und in Präsenz. Die Reihe bietet unterschiedliche Formate und richtet sich an alle Interessierten.




BERICHT

Parlamentarisches Frühstück zum Thema haushaltsnahe Dienstleistungen von SkF und DGB

In der Diskussion mit Vertreter*innen von BMAS und BMBFSFJ wurde der große Handlungsbedarf deutlich: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen die Arbeit im Privathaushalt, während die Nachfrage nach Haushaltshilfen stetig wächst.



Das Bündnis

Das zivilgesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit fair teilen setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit im Lebensverlauf ein. Seine 33 Mitgliedsverbände haben sich zum Ziel gesetzt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den Gender Care Gap und seine Auswirkungen zu sensibilisieren und sich für die Schließung der Sorgelücke einzusetzen.

Dem Bündnis Sorgearbeit fair teilen gehören an:


Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen | Bundesforum Männer e.V. | Bundesverband der Mütterzentren e.V. | Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. | Care.Macht.Mehr | Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz | Deutscher Beamtenbund und Tarifunion – Bundesfrauenvertretung | Deutscher Evangelischer Frauenbund e.V. | Deutscher Frauenrat e.V. | Deutscher Gewerkschaftsbund | Deutscher Hauswirtschaftsrat e.V. | Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb) | Deutscher Verband Frau und Kultur e.V. | evangelische arbeitsgemeinschaft familie e.V. (eaf) | Evangelischer Fachverband für Frauengesundheit e.V. (EVA) | Evangelische Frauen in Deutschland e.V. | Forum katholischer Männer (FkM) | Frauenwerk der Nordkirche | GMEI Gender Mainstreaming Experts International | Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB) | Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. | Männerarbeit der EKD | Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V. | SKM Bundesverband e.V. | Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. (SmF-Bundesverband) | Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) | Sozialverband VdK Deutschland e.V. | Union deutscher Zonta Clubs | Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. | Volkssolidarität Bundesverband e.V. | wir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V. | WIR! Stiftung pflegender Angehöriger | Zukunftsforum Familie e.V.


BMBFSFJ-Logo

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